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ENIO Lastmanagement

Geschrieben von Thomas Dieringer | 18.02.2025 16:40:26

Mit ENIO erhöhen Sie Effizienz und Effektivität Ihrer Elektroladestationen

Das ENIO Lastmanagement setzt den Fokus auf die maximale Effizienz und Effektivität Ihrer Ladestationen. Dabei steht neben der Leistung einer einzelnen Ladestation im Vordergrund, wie Sie aus den Kapazitäten Ihrer Elektroladestelleninfrastruktur das Meiste rausholen können - und damit Bereitstellungskosten und Netzkosten sparen können.

Dynamisches Lastmanagement von ENIO

Das Lastmanagement von ENIO teilt die vorhandene Leistungskapazität dynamisch auf die vorhandenen Elektroladestationen auf. Dabei wird der Ladestrom aller Ladepunkte nicht einfach gleichmäßig reduziert, sondern den Bedürfnissen der User und den Möglichkeiten der Elektrofahrzeuge über verschiedene Lastprofile, wie "BALANCED" oder "FIRST COME FIRST SERVE", angepasst. 

Ein einfaches Beispiel:
In einer Firmengarage werden 100 kW Leistungskapazität vom Netzanbieter zur Verfügung gestellt. Für die vorhandenen Parkplätze wurden 20 Ladestationen installiert. Es gibt Mitarbeiter im Innendienst und Vertriebsmitarbeiter.

In der Früh sind alle Parkplätze besetzt, jedes Elektroauto erhält 5 kW an Ladeleistung (damit kann eine fast leere Batterie in durchschnittlich 10 Stunden vollgeladen werden). Nach 2 Stunden sind die ersten 4 Fahrzeuge vollgeladen, wodurch ab diesem Zeitpunkt jedes Fahrzeug 6,25 kW an Leistung erhält. Nach weiteren 2 Stunden sind weitere 6 Fahrzeuge vollgeladen. Die verbleibenden 10 Fahrzeuge erhalten sodann 10 kW (und damit beinahe das Maximum von 11 kW, das die meisten Elektrofahrzeuge aktuell im AC laden können). Die verbleibenden Fahrzeuge haben in der beschriebenen Zeit schon mindestens 23 kWh (2x5 kWh + 2 x 6,5 kWh) geladen. In ca. 2,5 Stunden (in Summe 6,5 Stunden) ist jedes der Fahrzeuge vollgeladen.

Mit dem ENIO Lastmanagement können Mitarbeitern beispielsweise auch Rollen zugewiesen werden, die eine automatische Priorisierung beinhalten. Damit können Fahrzeuge von Mitarbeitern, die z.B. nur kurz im Büro sind, immer priorisiert geladen werden, und Innendienstmitarbeiter, die sich üblicherweise 8 Stunden im Büro aufhalten und damit diese 8 Stunden an Ladezeit zur Verfügung haben, werden nachrangig geladen. So wird die verfügbare Strommenge optimal ausgenutzt.  

Conclusio:
Ohne das ENIO Lastmanagement wären Sie entweder gezwungen, eine doppelt so hohe Anschlussleistung zu beantragen, was zu erheblich höheren Kosten führen würde, oder die Ladestationen dauerhaft auf 5 kW zu begrenzen (statisches Lastmanagement), was zur Folge hätte, dass einige Mitarbeiter mit nur teilweise aufgeladenen Batterien nach Hause fahren müssten.

Im Unterschied zu anderen Hardwareherstellern, die auch Lastmanagement anbieten und dabei die verfügbare Strommenge jedoch einfach bei allen Ladepunkten gleichmäßig reduzieren, bietet ENIO die Möglichkeit eine Priorisierung einzelner User vorzunehmen und somit ein schnelleres Laden zu ermöglichen. Gleichzeitig kann mit dem ENIO Lastmanagement - im Gegensatz zu einer gleichmäßigen Reduktion der Strommenge - das Problem umgangen werden, dass bei mehreren KFZ-Herstellern bei einer Unterschreitung des Ladestroms unter 3 kW der Ladevorgang unterbrochen wird, da das Elektroauto einen gewissen Mindestladestrom benötigt. Ein solches Lastmanagement wird von anderen Herstellern zwar gerne "dynamisch" genannt, da es mit unterschiedlichen Strommengen arbeiten kann, die Verteilung auf die Ladepunkte erfolgt tatsächlich aber nicht dynamisch. 

Integration von weiteren Stromverbrauchern und Stromerzeugern

Die vorhandene Stromkapazität steht in vielen Fällen nicht exklusiv den Elektroladestationen zur Verfügung. Gerade in produzierenden Unternehmen oder Hotels gibt es noch weitere Stromverbraucher, die hohe Lasten verursachen. Das ENIO Lastmanagement kann diese Werte durch eine Wurzelmessung mittels eines eigenen Zählers in der Kalkulation berücksichtigen. In einem Hotel verursacht z.B. die Küche zur Mittagszeit eine Last von 10 kW - im oben angeführten Beispiel würde die maximale Kapazität für die Ladestationen zu diesem Zeitpunkt allein dadurch auf 90 kW reduziert werden.

Aber auch Stromerzeuger können mit dem ENIO Lastmanagement einbezogen werden. Wenn das Hotel über eine PV-Anlage verfügt, welche zur Mittagszeit bei Sonnenschein 20 kW erzeugt, kann dieser Strom für die Ladestationen genutzt werden - und muss dieser nicht zu niedrigen Preisen an den Energieanbieter verkauft werden.
 

ENIO Priority-Button

Wenn es mal schneller gehen soll, dann bietet ENIO zusätzlich die Funktion des Priority-Buttons an. Damit kann die Leistung einer Elektroladestation auf das Maximum erhöht werden und das betreffende Elektroauto erhält die volle Leistung. Die anderen Fahrzeuge bekommen dadurch weniger Leistung; dies wird jedoch für Fahrzeuge, die ohnehin den ganzen Arbeitstag oder die ganze Nacht stehen und laden, kaum Auswirkungen haben, da sie in dieser Zeit trotzdem vollgeladen werden.
 
Priorisierung in Verbindung mit einer extra Zahlung:
Diese Priorisierung kann man z.B. in (öffentlichen) Garagen auch mit einer extra Zahlung verbinden. Wenn ein Mieter beispielsweise spät nach Hause kommt und nur wenige Stunden Ladezeit zur Verfügung stehen, könnte er gegen eine extra Zahlung den Ladevorgang priorisieren und erhält so mehr Ladestrom als die anderen Mieter.  Die Konfiguration der Priorisierung (wer darf priorisieren, wie wird priorisiert, was kostet die Priorisierung) kann einfach im ENIO Backend-System konfiguriert werden.
 

ENIO Lastmanagement on-site oder over-the-air

Das ENIO Lastmanagement wird direkt beim Zählpunkt positioniert und mittels LAN-Verkabelung mit den einzelnen Ladepunkten verbunden. In diesem Fall erfolgt die Kommunikation aller Ladepunkte mit dem Backend-System ausschließlich über das ENIO Lastmanagement.
 
Alternativ ist nunmehr auch eine over-the-air Variante von ENIO verfügbar, wo die einzelnen Ladepunkte über den LTE-Anschluss angebunden werden. Für die Wurzelmessung und den verfügbaren Ladestrom, wenn dieser über den Tag nicht fixiert ist, bietet ENIO ein zusätzliches Messgerät an, das dem Backend-System die verfügbare Strommenge kommuniziert.
 

Vorteile des ENIO Lastmanagements im Überblick:

  • wesentlich günstiger als der Nachkauf von zusätzlichen Anschlusskapazitäten
  • maximale Ausnutzung der verfügbaren Ladekapazität
  • unterschiedliche Lastprofile können einfach im Backend konfiguriert werden
  • Einbindung weiterer Stromerzeuger, wie Photovoltaik oder Windkraft, möglich
  • kein aufwändiges Umstellen von Fahrzeugen — jeder kann beliebig lange angeschlossen bleiben
  • die Priorisierung einzelner Usergruppen kann im Backend einfach konfiguriert werden
  • User können außerdem - auf Wunsch gegen zusätzliches Entgelt - manuell priorisieren und so schneller laden

 

Fazit

Das ENIO Lastmanagement bietet eine intelligente Lösung, um die Effizienz und Effektivität von Elektroladestationen zu maximieren, ohne hohe Zusatzkosten durch erhöhte Anschlussleistungen zu verursachen.

Durch die echte dynamische Verteilung der verfügbaren Kapazität und die Integration von weiteren Verbrauchern und Erzeugern, wie etwa Photovoltaikanlagen, wird die vorhandene Infrastruktur optimal genutzt.

Die Priority-Funktion für die Priorisierung beim Laden und der Priority-Button in der ENIO App sorgen zudem für flexible, bedarfsorientierte Priorisierungen, womit individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden und die Kundenzufriedenheit erhöht wird.