Das ENIO Lastmanagement setzt den Fokus auf die maximale Effizienz und Effektivität Ihrer Ladestationen. Dabei steht neben der Leistung einer einzelnen Ladestation im Vordergrund, wie Sie aus den Kapazitäten Ihrer Elektroladestelleninfrastruktur das Meiste rausholen können - und damit Bereitstellungskosten und Netzkosten sparen können.
Das Lastmanagement von ENIO teilt die vorhandene Leistungskapazität dynamisch auf die vorhandenen Elektroladestationen auf. Dabei wird der Ladestrom aller Ladepunkte nicht einfach gleichmäßig reduziert, sondern den Bedürfnissen der User und den Möglichkeiten der Elektrofahrzeuge über verschiedene Lastprofile, wie "BALANCED" oder "FIRST COME FIRST SERVE", angepasst.
Ein einfaches Beispiel:
In einer Firmengarage werden 100 kW Leistungskapazität vom Netzanbieter zur Verfügung gestellt. Für die vorhandenen Parkplätze wurden 20 Ladestationen installiert. Es gibt Mitarbeiter im Innendienst und Vertriebsmitarbeiter.
In der Früh sind alle Parkplätze besetzt, jedes Elektroauto erhält 5 kW an Ladeleistung (damit kann eine fast leere Batterie in durchschnittlich 10 Stunden vollgeladen werden). Nach 2 Stunden sind die ersten 4 Fahrzeuge vollgeladen, wodurch ab diesem Zeitpunkt jedes Fahrzeug 6,25 kW an Leistung erhält. Nach weiteren 2 Stunden sind weitere 6 Fahrzeuge vollgeladen. Die verbleibenden 10 Fahrzeuge erhalten sodann 10 kW (und damit beinahe das Maximum von 11 kW, das die meisten Elektrofahrzeuge aktuell im AC laden können). Die verbleibenden Fahrzeuge haben in der beschriebenen Zeit schon mindestens 23 kWh (2x5 kWh + 2 x 6,5 kWh) geladen. In ca. 2,5 Stunden (in Summe 6,5 Stunden) ist jedes der Fahrzeuge vollgeladen.
Mit dem ENIO Lastmanagement können Mitarbeitern beispielsweise auch Rollen zugewiesen werden, die eine automatische Priorisierung beinhalten. Damit können Fahrzeuge von Mitarbeitern, die z.B. nur kurz im Büro sind, immer priorisiert geladen werden, und Innendienstmitarbeiter, die sich üblicherweise 8 Stunden im Büro aufhalten und damit diese 8 Stunden an Ladezeit zur Verfügung haben, werden nachrangig geladen. So wird die verfügbare Strommenge optimal ausgenutzt.
Conclusio:
Ohne das ENIO Lastmanagement wären Sie entweder gezwungen, eine doppelt so hohe Anschlussleistung zu beantragen, was zu erheblich höheren Kosten führen würde, oder die Ladestationen dauerhaft auf 5 kW zu begrenzen (statisches Lastmanagement), was zur Folge hätte, dass einige Mitarbeiter mit nur teilweise aufgeladenen Batterien nach Hause fahren müssten.
Im Unterschied zu anderen Hardwareherstellern, die auch Lastmanagement anbieten und dabei die verfügbare Strommenge jedoch einfach bei allen Ladepunkten gleichmäßig reduzieren, bietet ENIO die Möglichkeit eine Priorisierung einzelner User vorzunehmen und somit ein schnelleres Laden zu ermöglichen. Gleichzeitig kann mit dem ENIO Lastmanagement - im Gegensatz zu einer gleichmäßigen Reduktion der Strommenge - das Problem umgangen werden, dass bei mehreren KFZ-Herstellern bei einer Unterschreitung des Ladestroms unter 3 kW der Ladevorgang unterbrochen wird, da das Elektroauto einen gewissen Mindestladestrom benötigt. Ein solches Lastmanagement wird von anderen Herstellern zwar gerne "dynamisch" genannt, da es mit unterschiedlichen Strommengen arbeiten kann, die Verteilung auf die Ladepunkte erfolgt tatsächlich aber nicht dynamisch.
Das ENIO Lastmanagement bietet eine intelligente Lösung, um die Effizienz und Effektivität von Elektroladestationen zu maximieren, ohne hohe Zusatzkosten durch erhöhte Anschlussleistungen zu verursachen.
Durch die echte dynamische Verteilung der verfügbaren Kapazität und die Integration von weiteren Verbrauchern und Erzeugern, wie etwa Photovoltaikanlagen, wird die vorhandene Infrastruktur optimal genutzt.
Die Priority-Funktion für die Priorisierung beim Laden und der Priority-Button in der ENIO App sorgen zudem für flexible, bedarfsorientierte Priorisierungen, womit individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden und die Kundenzufriedenheit erhöht wird.